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Der schönste Satz im Leben ist der Umsatz

Die hier veröffentlichten betrieblichen Zahlen sind die tatsächlichen, also die wahren Umsätze, die ein Nürnberger Taxi im angegebenen Zeitraum erwirtschaften konnte. Das Datenmaterial entspricht zu 100 % den im Fahrpreisanzeiger erfassten Umsatzerlösen und den jeweils korrespondierenden Kilometern. Die Zahlen sind kaufmännisch korrekt auf den vollen Euro- bzw. Zehntel Km.-Wert gerundet. Aufgrund der in den Fahrzeugen verbauten Hardware ist jeder einzelne Geschäftsvorfall – dieser ist nach § 145 Abs. 1 Satz 2 AO zwingend zu erfassen – vorhanden und Teil der Auswertung.

Die Plausibilität des Zahlenmaterials wird fahrzeugtechnisch durch die Sitzplatzüberwachung aller Fahrgastsitzplätze sichergestellt. Eine Umsatzhinterziehung durch das Fahrpersonal ist ausgeschlossen. Dieses bundesweit vorhandene deliktische Phänomen wird in Nürnberg als „Quetsche“ bezeichnet. Anderen Ortes ist es als Schwarz- bzw. Sonderfahrt, Spokus, Sieger oder „Fahrt ohne Uhr“ bekannt. Besonders kreative Wortfindungen: unterbauen in Dortmund und stümpen in Köln.

Derartige unterschlagene Einnahmen können von uns sensorisch erkannt werden und sind konsequent auf tarifliche Werte hochgerechnet.

Die Taxiumsätze sowie der in der zweiten Spalte angegebene Umsatz-pro-Kilometer-Quotient (= sogenannter „Kilometerschnitt“) sind Durchschnittswerte aus einem Datenpool von 14 Taxen mit firmenübergreifend etwa 800 Arbeitsschichten je Monat. Dies entspricht gerundet 3% des Nürnberger Taxigewerbes. Damit ist ein ausreichend belastbarer, relativ repräsentativer Wert erreicht, der vergleichende Rückschlüsse auf andere Taxi-Umsatzerlöse und andere Umsatz-je-Kilometer-Konstellationen ermöglicht.

Der Taxiumsatz ist brutto angegeben, d.h. die im Fahrpreis enthaltene Umsatzsteuer wäre – unter Berücksichtigung beider Steuersätze – noch zu subtrahieren. Wie gesagt: das Datenmaterial entstammt direkt dem Fahrpreisanzeiger und ist insoweit absolut authentisch und steuerlich jungfräulich.

Nestbeschmutzer und anderes Lob

Das Datenmaterial bildet die betriebswirtschaftliche Realität eines im Mehrschichtbetrieb organisierten Taxi-Unternehmens ab. Es lässt nur bedingt Schlussfolgerungen auf den typischen selbstfahrenden Ein-Taxi-Unternehmer zu. Dieser ist an die für das angestellte Personal verbindliche Arbeitszeitgesetzgebung nicht gebunden und kann insoweit länger (> 8 Stunden werktägliche Arbeitszeit) und umsatzwirksamer arbeiten, indem er sich beispielsweise die ertragreichen Zeiten des Tages herauspickt. Für einen in dieser „Mittelschicht“ tätigen 1-Taxi-Unternehmer sind nach unserer langjährigen Erfahrung Zuschläge von wohl 20% vorzunehmen.

Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung im Hinblick auf die im Gewerbe typische Steuersuppression kommt dem sogenannten Kilometerschnitt zu. Dieser Wert entsteht dadurch, dass der erwirtschaftete Umsatz den gefahreren Kilometern gegenüber gestellt und hieraus ein Vergleichswert gebildet wird.

Der die reine Fahreffizienz betreffende Parameter liegt bundesweit beim legal arbeitenden großstädtischen Taxiverkehr (durchschnittlich) bei 1,15 EUR pro gefahrenen Kilometer. Rechnet man den Standardwert auf die jährliche Fahrleistung eines urban betriebenen Taxis mit 100.000 Kilometern hoch, bedeutet dies einen brutto-Umsatz in Höhe von EUR 115.000,00/Jahr.

Abgestellt wird dabei nicht auf die Höhe der Einnahmen, sondern – umsatzunabhängig – auf das Verhältnis Umsatz pro gefahrenen Kilometer. Dieser Wert ist als Konstante natürlich immer gleich und ermöglicht eine Einschätzung hinsichtlich der Rechtstreue eines Taxiunternehmens. Er ist geradezu der klassische Indikator für Steuerehrlichkeit. Mit anderen Worten: je weiter dieser Wert unter 1,15 EUR/Km. sinkt, desto wahrscheinlicher sind nicht deklarierte Umsätze. Jedenfalls würde es ohne hinreichende Erklärung seitens des steuerpflichtigten Taxi-Unternehmens beim prima facie der „unüberwindbaren Zweifel“ bleiben.

Zum Status Nürnberg: Aufgrund des vorliegenden Datenmaterials, welches weit über 10.000 Einzelschichten umfasst, ist davon auszugehen, dass plausible Kilometerschnitte im Bereich von EUR 1,30 bis EUR 1,40 brutto liegen.

Hierbei handelt es sich um einen Durchschnittswert, der naturgemäß variiert, der in der Tag- und Nachtschicht unterschiedlich ausfällt und der fraglos auch anderen Einfluss- und Sondergrößen unterliegt (beispielsweise Messegeschäft/Umsatzspitzen, Flughafenbefahrung, Lage der Feiertage usw.).

Als gesamtmonatlicher Durchschnittswert ist er aber als belastbar und plausibel anzusehen.

Wir zünden die nächste Stufe

Weiteres Insidermaterial, insbesondere hinsichtlich der vielfältigen Hinterziehungspraktiken, ist in Vorbereitung. Schauen Sie doch gelegentlich mal vorbei. Öffentliches Interesse: welcome.

Die Dateien können bequem als PDF angesehen und natürlich auch ausgedruckt werden.

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„Denen habe ich`s gegeben“, sagte der Steuerzahler, als er das Finanzamt verließ.